Wie das Solinger Tageblatt (ST) heute berichtet, hat der Solinger Landtagskandidat der rechtspopulistischen Gruppierung „Pro NRW“, Tobias Nass, eine bewegte Vergangenheit als Neonazi. „Mit der extrem rechten Szene habe ich meine Jugend verbracht, bis zu meinem 25. Lebensjahr“, so Tobias Nass gegenüber dem ST. Zwar versichert Nass, dass er mit seiner Vergangenheit abgeschlossen habe, aber wie glaubwürdig diese Aussage ist, sollte mehr als nur angezweifelt werden.

Das Solinger Tageblatt veröffentlichte zudem ein Foto von Tobias Nass, die diesen als Hitler verkleidet zeigen. Dieses Foto, das auch dem Bündnis als Screenshot vorliegt, stammt aus dem sozialen Netzwerk StudiVZ und war bis Anfang dieses Jahres online. Die zeitnahe Löschung und die Bekanntgabe der Kandidatur von Tobias Nass für „Pro NRW“ dürfte kein Zufall gewesen sein und zeigt ein weiteres mal deutlich, dass „Pro NRW“ erfolglos versucht ein Saubermann-Image aufzubauen, das nicht der Realität entspricht.

In dem Zusammenhang zeigt auch die WDR-Sendung Cosmo TV einen Bericht über die Gegenkundgebungen des Marxloher Bündnisses, das sich Ende März gegen einen „Sternmarsch“ von Pro NRW im Ruhrgebiet zur Wehr gesetzt hat. Der sehr sehenswerte Bericht zeigt möglichst objektiv, wie „Pro NRW“ agiert und welche Personen hinter der Gruppierung stehen.

Kategorien: Berichte

1 Kommentar

Solingen ist bunt! | Jusos Solingen · 14. April 2010 um 14:24

[…] 2010 gab die rechtspopulistische Gruppierung “Pro NRW” bekannt, dass das ehemalige NPD-Mitglied Tobias Nass für ihre Partei bei der Landtagswahl kandidieren wird. Daneben versuchte die Partei an Solinger […]

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