„Braunes Kurzgastspiel im bunten Solingen“ – So beschreibt das Solinger Tageblatt passenderweise die Veranstaltungen der rechtsextremen Gruppierungen „Pro NRW“ und NPD am vergangenen Samstag in Solingen. Denn sowohl bei der Abschlusskundgebung zum Landtagswahlkampf von „Pro NRW“ in der Solinger Innenstadt als auch die versuchte Kundgebung der NPD in Solingen-Ohligs konnte nur durch zugereiste rechte Sympathisanten auf die Beine gestellt werden. So musste „Pro NRW“ mit einem Bus die maximal 50 Anhänger ankarren, ohne die es niemals eine Kundgebung gegeben hätte.

Stattdessen zogen die Solingerinnen und Solinger lieber zur Gegenkundgebung des Bündnisses „Bunt statt Braun“ in Sicht- und Hörweite der „Pro NRW“-Kundgebung. Ein sehr buntes Programm u.a. mit Klaus dem Geiger, Freifall, Lex Alex Contrax und den Bobcats motivierte im Laufe des Tages bis zu 1.000 Menschen friedlich für ein tolerantes und weltoffenes Solingen zu demonstrieren. Zusätzlich solidarisierten sich die Teilnehmer der DGB-Kundgebung mit dem bunten Bündnis.

Insgesamt fand der Protest „ruhig und friedlich“ statt, so die Polizei. 

Kategorien: Berichte

4 Kommentare

Gerhard Hallstein · 2. Mai 2010 um 15:01

Die Vertreibung der Rechten am 01. Mai aus Solingen kann meines Erachtens nur die Grundlage und Anstoß für die weitere Arbeit des Bündnisses „Bunt statt braun“ sein.

Die allgegenwärtige Zerstörung der Rechte von Arbeitslosen und Arbeitnehmern ist zwar noch nicht der braune Sumpf, führt aber langfristig dorthin.

Auf der Kundgebung wurde die weitere Arbeit des Bündnisses bestätigt – und ich werde aktiv und möglichst kreativ dabei sein.

Bernd Koch · 2. Mai 2010 um 15:25

Die Gegendemo von „buntstattbraun“ war ein voller Erfolg. Ich gratuliere allen Beteilgten recht herzlich. Möge dies ein gemeinsamer Anfang im Kampf gegen rechts sein!!

Reiner Daams · 3. Mai 2010 um 16:42

HIer gibts ein paar Bilder:
http://gruene-solingen.de/portal/fotos.html
Gruß
Reiner Daams

1. Mai: PRO-Zirkus in Solingen « DISSkursiv · 3. Mai 2010 um 19:30

[…] Am 9. Mai wer­den wir sehen, ob der „rechts­po­pu­lis­ti­sche“ Dum­men­fang und der Appell an die nied­rigs­ten Instinkte Erfolg hat und die PRO-Schulden aus Steu­er­mit­teln begli­chen wer­den müssen. Wei­tere Berichte aus Solin­gen fin­den Sie hier: Mit Deutsch­land­flagge und Wurst­stulle auf Kreuz­zug für das Abend­land und hier: Brau­nes Kurz­gast­spiel im bun­ten Solin­gen. […]

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.